9/11 – ein Blick zurück
Im September 2001 war ich Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgermeisterin in meiner Heimatstadt Hamburg. In der Nacht vom 12. auf den 13. September erhielt die Landesregierung die Information, dass Studierende unserer Technischen Universität (TU) an dem Attentat auf das World Trade Center in New York, also am 9/11-Anschlag, beteiligt waren. Ich verabredete mit dem damaligen Präsidenten der TU, noch am gleichen Tag eine Vollversammlung einzuberufen, auf der er und ich zu den Studierenden und den Mitgliedern der Universität sprechen würden. Als ich zu der sehr internationalen Studierendenschaft der TU sprach, war mir klar, dass die Welt nicht mehr dieselbe sein würde wie vor 9/11.
Aber wie würde sie werden? Wohin würde sie sich entwickeln? Was würden die Folgen sein? Diese Fragen waren völlig offen. Nach der Versammlung kam ein junger Mann auf mich zu und fragte, ob arabische Studierende wie er selbst zukünftig nicht mehr hier würden studieren können. Ich versuchte, ihn zu beruhigen. Aber damals hatte ich zugleich das Gefühl: Ich weiß es nicht.
Heute kann ich zum Glück und mit Erleichterung sagen: Der Wissenschaftsbereich hat im Großen und Ganzen seine Resilienz bewiesen und Politik und Gesellschaft haben davon profitiert. Ich bin zuversichtlich: Ähnliches wird sich auch zeigen, wenn es darum geht, die Chancen des arabischen Frühlings in der Zukunft zu nutzen.
Dass die damaligen Befürchtungen über negative Folgen von 9/11 für die Wissenschaft aber nicht völlig aus der Luft gegriffen waren, zeigten spätere Untersuchungen der „American Association for the Advancement of Science“ (AAA). In den USA verschlechterten sich die Zugangsbedingungen für internationale Studierende und Forschende. Es gab Auswirkungen auf Forschungsschwerpunkte, Forschungsmittel und auch Forschungsinhalte. Der damalige Direktor des AAA, Albert H. Teich, den ich kürzlich auf einer Delegationsreise im Herbst 2011 traf, warnte 2003 davor, dass die Wissenschaft ein weiteres Opfer des 11. September werden könnte.
Ich habe diesen Rückblick am Beginn meines Beitrags gewählt, weil er mich zu einer Antwort auf die Frage führt, die das hiesige „5. Forum zur Internationalisierung der Wissenschaft“ begleitet und zu der ich gebeten wurde, einige Anmerkungen zu machen: Was sind die essentiellen politischen Rahmenbedingungen für internationale Wissenschaftskooperation? Meine Antwort lautet: vor allem das Eintreten für eine offene Gesellschaft. Und zugleich die Bereitschaft, diese auch zu verteidigen, wenn das weniger populär ist. Dazu gehört: Politische Bedingungen zu schaffen, die die Mobilität von Studierenden und Forschenden überhaupt ermöglichen, und rassistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen entgegenzutreten.
Internationalisierung im Spannungsfeld von Kooperation und Konkurrenz
Dass internationale Forschungskooperationen zwingend notwendig sind, um globalen Herausforderungen zu begegnen, die kein Land mehr alleine bewältigen kann, hat sich im Bewusstsein von Politik und Gesellschaft festgesetzt. Dies zeigt sich beispielhaft an den Vorarbeiten zum neuen Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. Die Förderung internationaler Forschungskooperation soll dabei auf große Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Gesundheit und demografischer Wandel konzentriert werden. Von Teilen der Öffentlichkeit und der Gesellschaft wird die Wissenschaft fast schon in die Rolle des Heilsbringers gerückt, von dem man sich die Antwort auf alle Fragen und die Lösung aller Probleme erhofft, weil man sich von der Politik immer weniger zur „Rettung der Welt“ erwartet.
Aber die Wissenschaft lebt ja nicht nur von der Kooperation, sondern auch von der Konkurrenz: Konkurrenz zwischen den Beteiligten, Konkurrenz aber auch zwischen den Nationen. Dass Wettbewerb das Geschäft belebt, wie wir in Deutschland sagen, haben wir im Zuge der Exzellenzinitiative festgestellt. Der Wettbewerb um Mittel für Spitzenforschung und Graduiertenkollegs hat zweifellos Dynamik ins deutsche Wissenschaftssystem gebracht. Für den Wettbewerb der Nationen erwies sie sich als zusätzlicher Ansporn, schließlich traten die internationalen Gutachter der Exzellenzinitiative in ihren Herkunftsländern als Kronzeugen dafür auf, dass sich in Deutschland etwas tut. Wir haben auch erlebt, wie der Blick von außen plötzlich Wettbewerbsthemen in den Fokus rückt, von denen das auf der nationalen Ebene kaum jemand erwartet hätte. Die einfache Frage der ausländischen Peers: „Wo sind denn bei euch die Frauen?“, hat das deutsche Wissenschaftssystem ziemlich aufgerüttelt.
Plötzlich war Gleichstellung nicht mehr nur ein Hobby für einige Altfeministinnen im Wissenschaftsbereich und in der Wissenschaftspolitik. Es ging dabei auch nicht einfach um Gerechtigkeit, sondern es ging um Qualität, um Innovation, um Kriterien der Besten-Auslese, also um die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten deutschen Wissenschaftssystems. Für jemanden wie mich, die sich mit diesem Thema jahrzehntelang herumgequält hat, war es ein Vergnügen zu sehen, wie nun die Präsidenten großer Wissenschaftsorganisationen und Rektoren von Universitäten mit einem Mal die Gleichstellungsfrage zu einer wichtigen Führungs- und Leitungsfrage erklärten. Wie sie mehr Professionalität und Verbindlichkeit in der Gleichstellungspolitik, ja sogar verbindliche Zielquoten verlangten.
Wissenschaft im Ungleichgewicht oder die Frage nach der Balance
Inzwischen wird aber nicht nur das hohe Lied der Exzellenzinitiative gesungen, sondern auch kritisch die Frage nach den Auswirkungen auf die Balance im Wissenschaftsbereich gestellt - aus meiner Sicht durchaus zurecht. In Zeiten knapper Mittel geht in einem öffentlich finanzierten System die Konzentration der Förderung auf wettbewerbliche Verfahren und öffentliche Drittmittelprojekte auf Kosten der Grundfinanzierung der Hochschulen. Dies gilt ganz besonders in einem föderalen System, wo die finanzielle Ausstattung der Hochschulen durch die Bundesländer nie mit dem Erfordernis Schritt gehalten hat, einem ständig wachsenden Anteil der jungen Generation eine Hochschulausbildung zu ermöglichen.
Wenn Spitzenkräfte für Forschung und Lehre ohne den dafür eigentlich notwendigen professionellen Support hauptsächlich damit beschäftigt sind, Anträge für öffentliche Drittmittel zu schreiben, und Forschung und Lehre fast nur noch von Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern durchgeführt werden, kann das dann ohne Auswirkungen auf die Qualität bleiben? Laufen wir nicht Gefahr, zu kurzatmig zu werden? Zu viel nur „mehr vom Gleichen“ zu produzieren? Nur noch Wege mit geringem Risiko zu gehen? Wo bleibt Raum und Zeit für Umwege für qualitativ größere Sprünge, die vielleicht mehr Zeit brauchen und – naturgemäß – mit größeren Ungewissheiten behaftet sind? Wo ist Raum für das produktive Zusammenwirken von neuer Erkenntnis, Erfahrung und Intuition? Das sind einige der kritischen Fragen, die gestellt werden.
Besonders kritisch stelle ich persönlich die Frage nach der Balance, wenn es um unseren wissenschaftlichen Nachwuchs geht. Natürlich setzt internationale Kooperation Mobilität, Flexibilität und den Wechsel zwischen Einrichtungen, Orten und Ländern voraus. Unsere enthusiastischen jungen Menschen sind dazu auch bereit. Aber sie sind soziale Wesen, Menschen mit familiären Bindungen, und die wenigsten wollen lebenslang ein Nomadenleben führen. Unterstützung bei Fragen der Kinderbetreuung, Wohnungssuche, Dual-Career-Problemen sollten eigentlich selbstverständlich sein, sind es aber vielerorts noch nicht.
Ich habe letztes und dieses Jahr festgestellt, dass sich im Zuge der Finanzkrise selbst in den USA die Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs deutlich verschlechtert haben. Tenure Track, früher ein großer Wettbewerbsvorteil in den USA, wird auch dort immer weniger angeboten. Bei Besuchen in Bulgarien und Rumänien habe ich mich angesichts der dortigen Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbereich gefragt, ob wir nicht lieber das Bleiben, statt das Fortgehen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern sollten. Wie wollen wir sonst zukünftig mit diesen Ländern wissenschaftlich kooperieren?
Mit Sorge sehe ich auch, wie sich die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland entwickelt: Hierzulande haben nur 14% des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals eine Professur, die anderen 86% gelten bis ins 5. Lebensjahrzent als Nachwuchs. 83% haben eine befristete Stelle, 53% mit Befristungszeiten unter einem Jahr. Damit sind wir nicht nur ziemlich weit weg vom europäischen Verhaltenskodex für die Einstellung von Forscherinnen und Forschern. Wir können unseren Postdocs damit auch keine attraktiven Perspektiven anbieten. Damit laufen wir Gefahr, dass die besten Köpfe nicht nur Deutschland, sondern der Wissenschaft insgesamt verloren gehen. Ich frage mich, wie wir im Zuge des Exzellenz-Wettbewerbs das aus den Augen verlieren konnten, worauf es bei der Produktion von neuem Wissen wirklich ankommt: die neuen Köpfe der jungen Wissenschaftlergeneration.
Im Zusammenhang mit der Exzellenzinitiative wurde der Forschung an deutschen Universitäten eine gute Qualität in der Breite bescheinigt. Jeder weiß, dass herausragende Spitzenleistung nur aus guter Leistung in der Breite generiert werden kann. Es mehren sich die Warnungen, diese gute Qualität in der Breite durch einseitige Konzentration der finanziellen Mittel auf die Spitze nicht aufs Spiel zu setzen. Jeder weiß auch, dass nicht jede Uni überall gleichermaßen Spitze sein kann.
Deshalb haben in Deutschland inzwischen intensive Bemühungen um die horizontale Ausdifferenzierung unserer Hochschullandschaft begonnen, also die Ausdifferenzierung nach Profilen, Leitbildern, Zielgruppen und Funktionen wie Nachhaltigkeit, Diversity, regionalökonomische Bedeutung oder tertiäre Weiterbildung. Während die vertikale Ausdifferenzierung jedoch von starken finanziellen Anreizen begleitet wird, fehlen diese bei der horizontalen Ausdifferenzierung völlig. Hier beschränkt sich die Politik auf Appelle. Aber aus welchem Grund ist das Zukunftskonzept einer Universität eigentlich nur dann förderungswürdig, wenn es um Spitzenforschung geht?
Die horizontale Ausdifferenzierung wirft auch eine andere Frage auf: die nach Partizipation. Die bisherigen Hochschulreformen in Deutschland konzentrierten sich auf den Zugewinn an Autonomie für die Einrichtungen und deren Folgen. Das ging einher mit der Stärkung der Hochschulleitungen, neue Steuerungsmodelle aus dem Instrumentenkasten des New Public Management, Expertenboards von Externen, Forderungen nach Professionalisierung, Effizienz und Schwerpunktbildung. Das war auch ein Hauptteil meines Business‘ in den 90er Jahren. Dass die Mittel für die Professionalisierung des Managements nie zur Verfügung gestellt wurden, muss aus Gründen der Ehrlichkeit mit erwähnt werden. Nicht vertiefen möchte ich, dass sich auf Seiten der Hochschulen an manchen Orten ein „Gebt uns das Geld und lasst uns in Ruhe“-Haltung breit machte und die Forderung nach Transparenz und Dialog seitens von Politik und Gesellschaft als lästige Zusatzbelastung gesehen wird.
Die horizontale Ausdifferenzierung stellt die Hochschulen nun vor die Aufgabe, Effizienz und Steuerungsfähigkeit mit neuen Formen der Partizipation ihrer Mitglieder verbinden zu müssen. Denn Leitbilder und spezifische Funktions- und Zielgruppen-orientierte Profile können nicht top-down verordnet werden. Sie müssen von den Mitgliedern einer Organisation gelebt und gewollt werden. Warum sollte ein erwachsener Mensch Arbeitskraft, die er in die eigene Karriere investieren könnte, in die Weiterentwicklung eines Instituts stecken, wenn er den Eindruck hat, auf seine Meinung kommt es gar nicht an? Auch diese Frage betrifft den oben genannten Komplex der Balance, nämlich einer neuen Balance zwischen effektiver Leitung und Partizipation.
Verständigung über gemeinsame Standards
Internationale Kooperation braucht internationalen Austausch und deshalb auch die Verständigung über gemeinsame Standards: Das betrifft Standards für gute wissenschaftliche Praxis, ethische Standards, Standards im Umgang mit dem wissenschaftlichen Personal, Gleichstellungsstandards, Regeln für den Umgang mit Daten, für das barrierefreie Publizieren und den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. – Es gibt eine ganze Reihe von Themen von übergeordnetem Interesse. Nun gibt es sicher keinen Mangel an Codes of Conducts, Empfehlungen, Declarations on universal norms and guidelines – auf globaler, europäischer und nationaler Ebene. Aber wenn es um die Implementierung geht und auch das Monitoring, dann gibt es doch viele kulturelle und nationalrechtliche Unterschiede, unterschiedliche Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele.
Ich bin überzeugt, dass diese Fragen an Bedeutung gewinnen, je mehr Nationen sich an der internationalen Forschungskooperation beteiligen und je intensiver diese wird. Eines der Themen in diesem Kontext, das mir besonders am Herzen liegt, weil es von der Politik eher wenig beachtet wurde, ist das Open-Access-Prinzip im Bereich wissenschaftlichen Publizierens. Open Access halte ich von herausragender Bedeutung für die erhöhte Produktivität, aber auch für die verbesserte Partizipation im Bereich der wissenschaftlichen Kooperation. Auch hier haben wir zahlreiche Grundsatzbeschlüsse von der UNESCO, OECD, von der EU-Kommission und nationalen Akteuren, wie die „Berliner Erklärung“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Es gibt auch zahlreiche Aktivitäten und Treiber aus der Wissenschaft zum Beispiel im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU, der Wellcome Trust und UKRC in Großbritannien, die NIH in den USA oder der Schweizer Nationalfonds. Open Access Aktivitäten gibt es auch in Indien und China.
Zugleich bestehen aber auch noch große Unterschiede in den verschiedenen Fachdisziplinen und Unsicherheit bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: So bei der Frage, ob im Rahmen der Projektförderung Publikationsgebühren für den „Goldenen Weg“ übernommen werden. Oder welche Embargozeiten für welche Publikationen beim „grünen Weg“ gelten sollen. Nationale Urheberrechtsregeln stehen dem Open-Access-Prinzip oft entgegen. Die Angst vor Nachteilen für die eigene Reputation besonders gegenüber großen renommierten Zeitschriften und Verlagen spielt eine Rolle. Open Access halte ich für die Verbreiterung und Vertiefung der internationalen Wissenschaftskooperation für unerlässlich. Die Digitalisierung bietet großartige neue Arbeitsmöglichkeiten. Doch der Aufbau von digitalen Infrastrukturen und virtuellen Forschungsumgebungen und ihre Vernetzung ist auch mit erheblichen Kosten verbunden. Ich habe nicht den Eindruck, dass das Bewusstsein für diese Herausforderung in der Politik schon sehr präsent ist. Und ich frage mich auch, ob man durch internationale Arbeitsteilung und Koordination auf diesem Gebiet nicht knappe Mittel mit mehr Effizienz und größerem Effekt für die Wissenschaft einsetzen könnte.
Offenheit und Vertrauen als kulturelles Selbstverständnis und Voraussetzung für Wissenschaft
An dieser Stelle möchte ich zum Ausgangspunkt meiner Ausführungen zurückkehren: die Bedeutung einer offenen Gesellschaft für die Wissenschaft und als Voraussetzung für Internationalisierung. Ich hatte in diesem Jahr nicht nur Gelegenheit, mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Bildungs- und Forschungsausschuss die Gedenkstätte für die Opfer des 9/11-Anschlages in New York zu besuchen. Ich habe in diesem Sommer auch vor dem Meer aus Rosen vor der Domkirche in Oslo gestanden. Rosen für die Opfer eines Mannes, der 10 Jahre nach 9/11 als selbsternannter Counter-Dhihadist junge Menschen auf der Insel Utoya ermordete. Er tat dies in der Absicht, ihnen damit jede Chance zu nehmen, sich als Nachwuchspolitikerinnen und Nachwuchspolitiker für eine vielfältige und multikulturelle Gesellschaft einzusetzen.
Erstaunlich war die Reaktion der norwegischen Öffentlichkeit und Gesellschaft auf diese Tragödie von nationalem Ausmaß. Ich bin überzeugt: Wir gründlichen Deutschen hätten uns in einer vergleichbaren Situation sofort auf alle Sicherheitsfragen gestürzt und die Fragen von Schuld und Mitverantwortung in Politik und Behörden in den Fokus gestellt. Der norwegische Ministerpräsident Stoltenberg tat etwas anderes. Er sagte: „Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.“ Das war mutig. Und das Erstaunliche war, dass der Großteil der norwegischen Bevölkerung und der norwegischen Öffentlichkeit dies völlig richtig fand.
Wenn wir in Politik und Gesellschaft mehr Mut zur Offenheit haben, dann, so meine Überzeugung, wäre das von großem Nutzen für die internationale Kooperation in der Wissenschaft. Denn diese ist ohne Vertrauen und Offenheit nicht denkbar.







KRISTA SAGER BEI
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