Das Parkrestaurant auf dem Gelände der Stiftung Anscharhöhe in Eppendorf war gut besucht, als am Mittwoch Krista Sager, Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Wissenschafts- und Forschungspolitik und Linda Heitmann, gesundheitspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion zum Gespräch über Gesundheitspolitik eingeladen hatten.
Der demografische Wandel - die älter werdende Gesellschaft - hat erhebliche Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem. Zum einen nehmen immer mehr ältere Menschen das Gesundheitswesen immer stärker in Anspruch. Zum anderen nimmt die Bedeutung von chronischen Erkrankungen und Mehrfacherkrankungen zu. Zwei Drittel der über 65-jährigen haben mindestens zwei chronische Erkrankungen.
Der Reformbedarf im Gesundheitswesen ist groß, da waren sich die Politikerinnen mit dem Publikum einig. Nötig sind mehr Vorsorge und Verbesserungen beim Erhalt von Gesundheit und Fähigkeiten. Die ärztliche Versorgung muss sich besser am Bedarf der Patientinnen und Patienten orientieren. Die Arbeit von Ärzten, Pflegern und Krankenhäusern muss gerade auch im Interesse der älteren Menschen besser aufeinander abgestimmt werden. Krista Sager wies in diesem Zusammenhang auf die große Bedeutung gerade auch der Weiterentwicklung der medizinischen Forschung hin. Viele Medikamente würden nach wie vor nicht an der Altersgruppe getestet, für die sie bestimmt sind. Ein weiteres Thema: wirksame alternative Heilmethoden, die auch noch besser erforscht werden müssten.
Die Hauptherausforderung bleibt die Finanzierung des Gesundheitssystems: Allein in diesem Jahr fehlen den Krankenkassen 4 Milliarden Euro. Im nächsten Jahr werden es nach Schätzungen von Experten zwischen 12- 15 Milliarden Euro sein. Eines der zentralen Gesprächsthemen war denn auch die Kopfpauschale, die Bundesregierung aus CDU und FDP durchsetzen will, während die Grünen sich setzen für eine solidarische Bürgerversicherung in der Krankenversicherung einsetzen.







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