KRISTA SAGER BEI

BKJ- Wahlprüfsteine: Politik für mehr Kulturelle Bildung

Donnerstag, den 20. August 2009
Krista Sager beantwortet Fragen zur kulturellen Bildung vom BKJ, dem Dachverband der Kulturellen Bildung.
Alle Antworten von teilnehmenden Politikern sind auf der Seite des BKJ zu finden.

1. Wieso ist Ihnen Kulturelle Bildung wichtig?

2. Welche Felder/Themen/Schwerpunkte der Kulturellen Bildung liegen Ihnen besonders am Herzen?

3. Für welche bundespolitischen Themen und Aufgaben würden wir in der nächsten Legislaturperiode in Ihnen einen Ansprechpartner finden?

"Kulturelle Bildung spielt eine wichtige Rolle für die Persönlichkeitsentwicklung. Sie fördert Urteils- und Kritikfähigkeit, Kreativität und Ideenreichtum, Toleranz und Selbstverständnis. Als Bildungspolitikerin ist mir vor allem die enge Verzahnung der kulturellen Bildung mit allen Bereichen öffentlicher Bildung und Erziehung wichtig. Denn Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dazu gehört ganz zentral der gerechte Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten.

Das fängt schon in der Kita an. Gute frühkindliche Förderung schließt kulturelle Bildungsangebote und die Vermittlung kultureller Kompetenzen ein. Wir wollen, dass alle Kinder gerechte Startchancen haben. Um die Voraussetzungen hier zu verbessern, mache ich mich - neben dem quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung - für eine Qualitätsoffensive für die Kindertagesbetreuung unter Beteiligung des Bundes stark. Zur Stärkung der kulturellen Bildung an den Schulen ist der Ausbau von Schulen zu rhythmisierten Ganztagsschulen zentral. Echte Ganztagsschulen eröffnen Schüler/innen über den regulären Unterricht hinaus mehr kulturelle Lernangebote und Freizeitaktivitäten und ermöglichen Kooperationen zu außerschulischen Partnern aus Kunst und Kultur. Wir Grünen wollen ein flächendeckendes Angebot an gebundenen Ganztagsschulen bis 2020. Zudem müssen neue Lehr- und Lernkonzepte, die auf interkulturellen Unterricht und den Umgang mit Differenz setzen, mehr Gewicht in der Pädagogenausbildung und in der Bildungspraxis erhalten. Schließlich treffen in Kita, Schule oder Ausbildung Menschen unterschiedlichster sprachlicher, kultureller, ethnischer und sozioökonomischer Voraussetzungen aufeinander. Der Ausbau der Ganztagsschulen lässt sich, wie viele andere Herausforderungen im Bildungsbereich auch, ohne Unterstützung des Bundes nicht umsetzen. Die Aufhebung des weitgehenden Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich ist vor diesem Hintergrund in der kommenden Legislaturperiode eine vordringliche Aufgabe."