KRISTA SAGER BEI

Neue, gerechte Schule

Montag, den 27. Juli 2009
Krista Sager und Rita Süßmuth für eine "neue Schule, die gerecht und leistungstark ist." Erschienen im Eidelstedter Anzeiger am 27. Juli 2009.
Hamburg (pm/ps). Über Parteigrenzen hinweg haben sich die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Krista Sager, für eine "neue Schule" ausgesprochen, die "gerecht und leistungsstark" zugleich ist. Kinder höherer Angestellter und Beamter hätten vier- bis sechsmal bessere Bildungschancen als Kinder sozial schwacher Familien. "Wir können so nicht weitermachen", sagte Süssmuth auf einer Veranstaltung der GAL Eimsbüttel in der Eimsbütteler Apostelkirche.
Krista Sager forderte einen "Abschied von der langen deutschen Denktradition, dass Spitzenleistungen im Schulsystem nur erreicht werden können, wenn wir Abstriche bei der Gerechtigkeit machen". Internationale Untersuchungen zum Beispiel über Finnland oder Kanada hätten längst das Gegenteil belegt: Breite Leistungsstärke und hohe soziale Durchlässigkeit seien dort keine Widersprüche.
Sager und Süssmuth bezeichneten die Hamburger Schulreform mit der Primarschule als "sinnvolle politische Strategie" auf dem Weg zu einer neuen Schule, die künftig "stärker von den Potenzialen der Kinder ausgeht und nicht von deren Defiziten".