Kürzungen beim DAAD zurücknehmen

2. Juli 2013, 19:01 Uhr

Pressemitteilung der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen
Zum Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2014 und den darin enthaltenen Kürzungen von DAAD-Stipendien für ausländische Studierende erklärt Krista Sager, Sprecherin für Wissenschafts- und Forschungspolitik:

Die Bundesregierung muss die geplanten Kürzungen beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) umgehend zurück nehmen.

Erst vergangene Woche hat die schwarz-gelbe Koalition sich im Bundestag für ihre Internationalisierungsstrategie selbst beweihräuchert. Jetzt sind für 2014 bei den Stipendien für ausländische Studierende drastische Mittelkürzungen geplant.

Das bedeutet: Für rund 1000 Jahresstipendien an ausländische Studierende, eine ganze Reihe internationaler Vereinbarungen über kofinanzierte Stipendienprogramme und die Betreuung von ausländischen Studierenden an vielen deutschen Hochschulen fehlt 2014 das Geld. Das wirft die deutschen Hochschulen bei ihren Internationalisierungsantrengungen massiv zurück. Denn sie werden die Kürzungen nicht kompensieren können.

Schwarz-Gelb kürzt die Mittel in einer Situation, in der das Interesse ausländischer Studierender an Deutschland als Studienstandort erfreulicher Weise wächst.

Die Erklärung des Auswärtigen Amtes, man wolle versuchen die geplanten Kürzungen eventuell wieder rückgängig zu machen, kann man nur als Verwirrspiel bezeichnen. Schließlich trägt das Auswärtige Ressort für seinen Haushaltsentwurf die volle politische Verantwortung.

Mit seinen Kürzungen unterminiert das Auswärtige Amt die Internationalisierungsbemühungen der Wissenschaft.

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